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Azur-Demoiselle, Chrysiptera hemicyanea

Riffgeeignet

Lässt Korallen in Ruhe, passt gut ins Riffbecken

Auffällige Zweifarbigkeit

Blauer Vorderkörper, gelbe Schwanzpartie, leuchtet unter Aktinik

Robust, aber territorial

Braucht Verstecke und Platz; Artgenossen nur mit Bedacht

Frost- und Trockenfutter

Frisst Flocken, Granulat und fein gehacktes Frostfutter

Azur-Demoiselle, Chrysiptera hemicyanea


Auf einen Blick: Azur-Demoiselle, Chrysiptera hemicyanea
Deutscher Name:Azur-Demoiselle
Wissenschaftlich:Chrysiptera hemicyanea
Synonyme:Azurblauer Riffbarsch, Halbblaue Demoiselle, Azure Damselfish, Azure Demoiselle, Half-Blue Demoiselle, Yellow-Dipped Damsel, Kupang Damsel
Herkunft:Indopazifik: östlicher Indischer Ozean (u. a. Nordwestaustralien) und Indonesien; Lagunen und küstennahe Riffe
Riffaquarium-tauglich:Korallen: geeignet; Garnelen und andere Wirbellose: überwiegend geeignet, bei sehr kleinen Krebsen Vorsicht; Fische: territorial
Verträglichkeit:Territorial, vor allem gegenüber Artgenossen und ähnlich gefärbten Fischen; Einzeltier, bekanntes Paar oder größere Gruppe in sehr großem Becken
Wasserwerte:Dichte 1,022–1,025 (ca. 31–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH
Temperatur:24–26 °C (verträgt ca. 23–27 °C)
Beckengröße:Einzeltier oder Paar ab ca. 150 L; Gruppen nur ab ca. 400 L mit vielen Verstecken
Futter:Allesfresser: Flocken, feines Granulat, Frostfutter (Mysis, Artemia, Cyclops), gelegentlich pflanzliche Kost
Schwierigkeitsgrad:Einfach bis mittel – robust, aber sozial anspruchsvoll
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich kaum zu unterscheiden; Männchen im Laichkleid oft intensiver gefärbt
Zucht möglich:Höhlen- bzw. Substratlaicher, Männchen bewacht das Gelege; Nachzucht möglich, Aufzucht der winzigen Larven anspruchsvoll
Maximale Größe:bis ca. 7 cm (Handelsgröße 3–4 cm); Lebenserwartung ca. 4–6 Jahre, Einzelfälle länger
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Im Detail: Azur-Demoiselle, Chrysiptera hemicyanea

Herkunft von Azur-Demoiselle (Chrysiptera hemicyanea)

Die Azur-Demoiselle gehört zur Familie der Riffbarsche und lebt im Indopazifik. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom östlichen Indischen Ozean, etwa den Riffen vor Nordwestaustralien, bis nach Indonesien. Dort besiedelt sie geschützte Lagunen und küstennahe Riffe, meist in sehr flachem Wasser von rund einem bis dreizehn Metern, vereinzelt auch tiefer. Typisch ist ihr Leben zwischen verzweigten Steinkorallen, vor allem Acropora: Kleine Gruppen schwärmen über den Korallenstöcken, picken Plankton und winzige Krebstiere aus dem Wasser und verschwinden bei Gefahr blitzschnell zwischen den Ästen. Genau dieses Verhalten sollte das Aquarium widerspiegeln, mit viel Aufbau, Höhlen und Rückzugsmöglichkeiten. Die Art wurde 1913 von Weber beschrieben. Im Handel wird sie gelegentlich mit der Gelbschwanz-Demoiselle (Chrysiptera parasema) verwechselt. Als Unterscheidung dient die Färbung: Bei der Azur-Demoiselle sind Bauchflossen, Afterflosse und der hintere Körperteil gelb, bei C. parasema sind Bauch- und Afterflosse blau. Zudem existieren sehr ähnliche Arten aus demselben Artenkomplex, die sich nur in Details der Flossenfärbung unterscheiden. Der deutsche Name ist im Handel nicht einheitlich, die wissenschaftliche Bezeichnung ist die verlässlichste Grundlage. Angaben zu Nachzucht liegen für diesen Artikel nicht vor.

Eignung für das Riffaquarium

Korallen: geeignet. Die Azur-Demoiselle ist kein Korallenfresser und fühlt sich in der Natur sogar zwischen Steinkorallen wohl; im Riffaquarium nutzt sie SPS-Stöcke gern als Unterschlupf. Garnelen und andere Wirbellose: überwiegend geeignet, da sie sich vor allem von Plankton und Feinfutter ernährt. Ganz kleine oder frisch gehäutete Krebse sowie Gelege wirbelloser Tiere würden wir bei einem territorialen Riffbarsch nicht als völlig sicher einstufen; hier ist Beobachtung ratsam. Mit anderen Fischen ist sie dagegen nur bedingt verträglich: Sie verteidigt ihr Revier, besonders gegenüber Artgenossen, ähnlich gefärbten Arten und ruhigen, kleinen Beckengenossen. Besonders während der Laichzeit, wenn das Männchen sein Gelege bewacht, kann sie auch größere Mitbewohner anpöbeln. Giftige Stacheln oder Sprungverhalten sind nicht beschrieben; eine gut abgedeckte Wasseroberfläche bleibt bei jedem Riffbecken sinnvoll.

Vergesellschaftung und Verhalten

Obwohl die Art in der Natur in kleinen Gruppen lebt, ist sie im Aquarium territorial und teils recht rau, am meisten gegenüber Artgenossen. In zu kleinen Becken werden unterlegene Tiere nach und nach gejagt und können verenden. Sicherer sind drei Wege: ein einzelnes Tier, ein bereits eingespieltes Paar oder eine größere, ungerade Gruppe, die gleichzeitig als Jungtiere in ein sehr großes, verwinkeltes Riffbecken gesetzt wird. Wir raten, sie erst nach friedlicheren, kleinen Fischen einzusetzen, damit diese ihre Reviere etablieren können. Mit anderen Riffbarschen, Zwergkaiserfischen oder ähnlich blau-gelb gefärbten Fischen kann es Streit geben. Viele Verstecke und Sichtbarrieren im Aufbau entschärfen Konflikte deutlich, garantieren Frieden aber nicht.

Wasserwerte und Temperatur

Salzgehalt bzw. Dichte 1,022–1,025 (etwa 31–35 ‰), im Riffaquarium besser stabil im oberen Bereich, pH-Wert 8,1–8,4, Karbonathärte 8–12 °dKH, Temperatur 24–26 °C (kurzzeitig werden etwa 23–27 °C toleriert). Die Art gilt als verzeihend bei kleinen Schwankungen, stabile Werte und sauberes Wasser mit funktionierender Abschäumung und regelmäßigem Wasserwechsel bleiben aber die Grundlage für farbintensive, gesunde Tiere. Nitrit und Ammoniak müssen nicht nachweisbar sein; das Becken sollte ausreichend eingelaufen sein.

Aquarium und Einrichtung

Die Angaben in der Fachliteratur schwanken je nach Quelle zwischen etwa 60 und 115 Litern für ein einzelnes Tier. Wegen der Revierbildung empfehlen wir für ein Einzeltier oder ein Paar mindestens etwa 150 Liter; für eine Gruppe sind rund 400 Liter und mehr mit viel Riffaufbau und mehreren getrennten Höhlen sinnvoll. Wichtig ist weniger die Literzahl allein als die Strukturierung: Steinaufbauten mit Durchgängen, Höhlen und Sichtbarrieren geben jedem Tier einen Rückzugsort. Die Art hält sich vorwiegend im mittleren bis unteren Bereich in Steinnähe auf.

Futter und Futterumstellung

Die Azur-Demoiselle ist ein anspruchsloser Allesfresser. In der Natur pickt sie Plankton und kleine Wirbellose, im Aquarium nimmt sie meist rasch Flockenfutter, feines Granulat und Frostfutter wie Mysis, Artemia oder Cyclops an. Eine Umstellung auf Frost- und Trockenfutter gelingt in der Regel unkompliziert; trotzdem sollten frisch eingesetzte Tiere zunächst in kleinen Portionen und mit appetitanregendem Frostfutter angefüttert werden. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag entsprechen ihrer Natur besser als eine große. Ergänzend kann gelegentlich pflanzliche Kost wie Algenblätter an der Futterklammer angeboten werden. Überfütterung belastet das Riffbecken und sollte vermieden werden.

Eingewöhnung

Für die Eingewöhnung empfehlen wir das langsame Angleichen von Temperatur und Salzgehalt, am besten mit der Tropfmethode über etwa 1 bis 2 Stunden. Der Transportbeutel wird dazu offen in einen Eimer gehängt, und Beckenwasser tropft über einen dünnen Luftschlauch langsam zu. Anschließend wird das Tier vorsichtig mit einem Kescher umgesetzt, das Transportwasser kommt nicht ins Becken. Dimmen Sie das Licht für einige Stunden und setzen Sie die Fische idealerweise nach den friedlicheren Beckenbewohnern ein, damit die Revierbildung ruhiger verläuft. Eine Quarantäne vor dem Einsetzen in das Hauptbecken ist sinnvoll, um Krankheiten nicht in das Riff einzuschleppen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nur sehr schwer unterscheiden. Männchen im Laichkleid können insgesamt etwas intensiver gefärbt wirken, bei Weibchen wird ein etwas rundlicherer Körperbau beschrieben. Zuverlässig ist das jedoch nicht. Zur Geschlechtsbestimmung bleibt meist nur die Beobachtung des Laichverhaltens, bei dem das Männchen ein Revier an einem Laichplatz verteidigt.

Zucht

Die Art ist ein Substratlaicher: Paare legen klebrige Eier an einer geschützten Fläche oder in einer Höhle ab, das Männchen bewacht und befächelt das Gelege bis zum Schlupf. Auch im Aquarium kommt es zu Ablaichen, teils mit sehr vielen Eiern. Die Aufzucht ist jedoch schwierig, da die Larven winzig sind und kleinstes Lebendfutter benötigen. Es wird von erfolgreich gezogenen Folgegenerationen berichtet. Im Gesellschaftsbecken stört ein brütendes Männchen schnell seine Umgebung, andere Beckenbewohner wie Schlangensterne, Lippfische oder Krabben können Gelege fressen.

Endgröße und Lebenserwartung

Die Azur-Demoiselle erreicht ausgewachsen etwa 7 cm; die Handelsgröße von 3 bis 4 cm entspricht einem noch jungen Tier. Zur Lebenserwartung finden sich in seriösen Quellen Spannen von etwa 4 bis 6 Jahren bei guter Pflege. Einzelne Hinweise auf deutlich höhere Alter bei Haltung sind nicht sicher belegt. Eine konkrete Freiland-Angabe gibt es nicht. Wichtiger als die Zahl sind stabile Wasserwerte, ruhige Mitbewohner und abwechslungsreiche Fütterung.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Comment les animaux marins sont-ils expédiés ?

Nous expédions les poissons marins, crevettes, étoiles de mer, coraux et anémones exclusivement par transporteur agréé pour animaux vivants, en express de nuit. Chaque animal ou corail voyage dans un sachet individuel rempli d’eau de mer et d’oxygène, dans une boîte isotherme en polystyrène – avec un pack chauffant par temps froid.

Les animaux marins sont des articles sur commande avec un délai de livraison de 2 à 5 jours. Veillez à ce que le colis puisse être réceptionné le jour de la livraison afin que les animaux rejoignent rapidement l’aquarium.

Comment acclimater les animaux marins à leur arrivée ?

Commencez par baisser l’éclairage de l’aquarium. Laissez flotter les sachets fermés 15 à 20 minutes à la surface pour égaliser la température. Ajoutez ensuite lentement l’eau de l’aquarium au goutte-à-goutte dans un récipient contenant les animaux jusqu’à ce que la salinité et le pH soient identiques – environ 30 à 45 minutes pour les poissons, nettement plus lentement (60 à 90 minutes) pour les crevettes, étoiles de mer et oursins, très sensibles aux variations de salinité.

Transférez ensuite les animaux sans verser l’eau de transport dans l’aquarium. Évitez autant que possible d’exposer les étoiles de mer, bivalves et éponges à l’air. Gardez un éclairage réduit le premier jour et nourrissez seulement le lendemain.

Que faut-il savoir sur les coraux et les anémones ?

Habituez progressivement les coraux à la lumière : placez-les d’abord un peu plus bas ou à l’ombre, puis à leur emplacement définitif après quelques jours. Gardez une distance avec les coraux voisins, car de nombreuses espèces développent des filaments urticants. Veillez à un brassage adapté à l’espèce.

Les anémones peuvent se déplacer – protégez donc les pompes et les surverses avec une grille. Pour les zoanthes (Zoanthus, Palythoa), portez toujours des gants et une protection oculaire, car ils peuvent contenir de la palytoxine ; ne faites jamais bouillir, ne brossez pas et ne rincez pas les colonies sous pression.

Quels paramètres d’eau pour les animaux marins ?

La plupart des habitants du récif se portent bien dans ces valeurs : salinité 33–35 ‰ (densité d’environ 1,023–1,025 à 25 °C), température 24–26 °C, pH 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, calcium 400–450 mg/l et magnésium 1 250–1 350 mg/l, avec des nitrates et phosphates bas. La stabilité des paramètres est plus importante que des valeurs ponctuelles parfaites.

Vous trouverez les indications propres à chaque espèce dans la description du produit.

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