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Blauer Zwerglippfisch, Paracheilinus cyaneus
| Deutscher Name: | Blauer Zwerglippfisch |
| Wissenschaftlich: | Paracheilinus cyaneus |
| Synonyme: | Blauer Zwerglippfisch, Blue Flasher Wrasse, Blue Flasherwrasse, Peacock Flasher Wrasse |
| Herkunft: | Indonesien (u. a. Sulawesi, Kalimantan, Raja Ampat), Westpazifik |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen: geeignet; Garnelen und andere Wirbellose: bedingt geeignet |
| Verträglichkeit: | Friedlich; als Harem (1 Männchen, mehrere Weibchen) oder einzeln; Männchen untereinander unverträglich |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 33–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab ca. 400 Liter, besser 500 Liter und mehr |
| Futter: | Karnivor: Mysis, Artemia, Copepoden, kleines Frostfutter; später Granulat und Flocken, mehrere kleine Mahlzeiten täglich |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; eher für eingefahrene Becken und erfahrenere Halter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Deutlich: Männchen farbintensiv mit Balzfärbung, Weibchen blasser rosa bis gelblich |
| Zucht möglich: | Kein Nachzuchtartikel; Nachzucht im Heimaquarium nicht etabliert |
| Maximale Größe: | ca. 7–8 cm, vereinzelt bis etwa 10 cm angegeben; Lebenserwartung nicht verlässlich belegt |
| Liefergröße: | ca. 4,0-6,0 cm |
Herkunft von Blauer Zwerglippfisch (Paracheilinus cyaneus)
Der Blaue Zwerglippfisch gehört zur Gattung der Fahnenlippfische (Paracheilinus) innerhalb der Lippfische. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art erst 1999, die Typusfundstelle liegt an den Bandang-Inseln vor Banggai in Indonesien. Sein Verbreitungsgebiet ist eng umrissen: Nachgewiesen ist er für Indonesien, namentlich Kalimantan, Sulawesi und die Raja-Ampat-Inseln; in Handelsangeboten wird die Herkunft gelegentlich weiter gefasst als Indopazifik oder Westpazifik. Im Freiland lebt er in etwa 6 bis 20 Metern Tiefe an geschützten Riffen mit niedrigem, gemischtem Korallenbewuchs und Algenschutt, meist in kleinen Gruppen. Dort schwebt er über dem Riff und pickt Plankton aus der Strömung, während die Männchen ihre Weibchen mit aufgestellten Flossen und schlagartig wechselnden Farben umwerben – daher der Name Fahnen- oder Flasher-Lippfisch. Die Art gilt als nicht gefährdet. Im Handel stammen die Tiere nach unserem Kenntnisstand überwiegend aus Wildfang; für diesen Artikel wird keine Nachzucht angegeben. Da Fahnenlippfische als transportempfindlich gelten, lohnt sich ein ruhiger, gut vorbereiteter Start im Aquarium.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen: geeignet. Als planktonpickender Schwimmer zeigt der Blaue Zwerglippfisch kein Interesse an Steinkorallen, Weichkorallen oder Anemonen und gilt allgemein als riffverträglich. Garnelen und andere Wirbellose: bedingt geeignet. Größere Putz-, Fadenschnecken- oder Einsiedlerkrebse und Schnecken werden in der Regel nicht behelligt. Ganz kleine Krebstiere wie Copepoden und Amphipoden stehen jedoch auf seinem Speiseplan, und bei sehr kleinen Garnelen oder frisch gehäuteten Tieren lässt sich ein gelegentliches Anpicken nicht sicher ausschließen. Wichtigstes artspezifisches Risiko ist das Springen: Wie die meisten Lippfische schießt er bei Schreck oder Streit gern aus dem Wasser. Eine dicht schließende Abdeckung ohne größere Lücken, auch an Kabel- und Schlauchdurchlässen, ist Pflicht. Giftige oder sonst gefährliche Eigenschaften sind nicht bekannt.
Vergesellschaftung und Verhalten
Die Art ist untereinander und gegenüber anderen friedlichen Fischen verträglich, zeigt aber ein klares Revier- und Rangverhalten zwischen Männchen. Zwei Männchen gehören nicht ins selbe Becken, selbst in großen Aquarien kommt es dann zu Dauerstress. Gut funktioniert die Haltung als Harem mit einem Männchen und mehreren Weibchen oder als reine Weibchengruppe; wie bei Fahnenlippfischen üblich kann das ranghöchste Weibchen bei fehlendem Männchen das Geschlecht wechseln. Am besten setzt man die Gruppe gemeinsam ein oder bringt das Männchen erst später dazu. Auch Einzelhaltung ist möglich, dann fehlt allerdings das typische Balzverhalten. Als Mitbewohner eignen sich ruhige, nicht zu große Fische; Raubfische, aggressive Riffbarsche oder sehr rabiate Konkurrenten um Futter setzen den eher zarten Lippfisch unter Druck. Ähnlich gefärbte Männchen verwandter Fahnen- oder Zwerglippfische können ebenfalls als Rivalen auftreten, hier ist ein großzügiges Becken wichtig.
Wasserwerte und Temperatur
Wie bei Riffbewohnern üblich sind stabile Werte wichtiger als Spitzenwerte. Empfohlen werden eine Dichte von 1,023 bis 1,025 (entsprechend etwa 33 bis 35 ‰ Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 7 bis 10 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Händlerangaben reichen teils von 22 bis 28 °C; wir raten zur Mitte dieses Bereichs. Nitrat und Phosphat sollten niedrig gehalten werden, Ammonium und Nitrit sind nicht nachweisbar. Plötzliche Schwankungen, etwa bei Nachfüllen oder Wasserwechsel, werden schlecht vertragen. Eine moderate bis lebhafte Strömung im oberen Beckenbereich kommt dem Schwimmverhalten entgegen.
Aquarium und Einrichtung
Für diese aktive, in der Freiheit über dem Riff schwebende Art empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 400 Litern; bei Haltung einer Gruppe sind 500 Liter und mehr sinnvoll. Einzelne Anbieter nennen für Einzeltiere deutlich kleinere Becken, das halten wir für eine Untergrenze, nicht für eine Empfehlung. Wichtig sind eine Kantenlänge von mindestens etwa 120 cm, freier Schwimmraum im Mittelwasser und ein strukturiertes Riff mit Höhlen und Spalten als Rückzugs- und Schlafplatz. Manche Tiere graben sich zum Schlafen in feinen Sand ein, andere verstecken sich im Gestein; ein feiner Bodengrund und passende Höhlen decken beides ab. Eine fest sitzende Abdeckung ist unverzichtbar.
Futter und Futterumstellung
Der Blaue Zwerglippfisch ist ein karnivorer Planktonfresser und braucht mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag, mindestens etwa drei. Gut angenommen werden Mysis, Artemia, Copepoden, kleine Krillstücke und Lobstereier als Frost- oder Lebendfutter; mit der Zeit gehen die Tiere meist auch an hochwertiges Granulat und Flocken. Frisch importierte Wildfänge fressen teils zögerlich, daher beginnt man mit kleinem Lebend- oder Frostfutter und stellt dann schrittweise auf Trocken- und Frostfutter um. Das Futter sollte mundgerecht klein sein und in die Strömung gegeben werden, damit auch rangniedrigere Weibchen genug bekommen. Ein gut gepflegtes Riff mit Copepoden- und Amphipodenbestand bietet zusätzliche Nahrung. Ein dünner, eingefallener Bauch ist ein Warnsignal.
Eingewöhnung
Lippfische sind empfindlich gegenüber Transport und Wasserwechsel, daher gilt: Beutel ungeöffnet zur Temperaturangleichung etwa 15 bis 20 Minuten ins Becken legen, dann den Fisch mit der Tropfmethode über ein bis zwei Stunden langsam an Salzgehalt, Temperatur und Wasserwerte des Beckens angleichen. Beleuchtung dabei gedimmt halten. Das Tier danach vorsichtig mit einem Kescher umsetzen, ohne das Transportwasser mit einzubringen. Eine Quarantäne in einem ruhigen, gut strukturierten Becken ist sinnvoll, um Fressverhalten und Gesundheit zu beobachten. Anfangs verstecken sich die Tiere oft; das ist normal. Bei Gruppenhaltung sollten alle Fische möglichst gleichzeitig einziehen. Das Becken muss vor dem Einsetzen sicher abgedeckt sein, da Neuzugänge gerne springen.
Geschlechtsunterschiede
Der Geschlechtsunterschied ist deutlich ausgeprägt. Männchen sind farbintensiver und zeigen vor allem bei der Balz ein kräftiges Türkis- bis Blau am Kopf, Vorderkörper und Rücken sowie aufgestellte Rückenflosse mit fadenförmigen Verlängerungen. Weibchen sind unauffälliger gefärbt, meist zart rosa bis gelblich mit feiner Linienzeichnung. Wie bei verwandten Fahnenlippfischen kann bei fehlendem Männchen das dominante Weibchen das Geschlecht wechseln. Jungtiere und Weibchen sind äußerlich schwer zu unterscheiden. Die gewünschte Gruppenzusammensetzung sollte man beim Kauf klären.
Zucht
Der angebotene Artikel ist nicht als Nachzucht gekennzeichnet. Im Handel kommen nach unserem Kenntnisstand überwiegend Wildfänge vor. Im Aquarium zeigen Gruppen mit Männchen regelmäßig das typische Balzverhalten mit aufgestellten Flossen und Farbwechseln, besonders in den Abendstunden. Verlässliche Berichte über regelmäßige Nachzuchten im Heimaquarium sind uns jedoch nicht bekannt; wie bei vielen Lippfischen gilt die Aufzucht der pelagischen Larven als sehr anspruchsvoll.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Endgröße liegt meist bei etwa 7 bis 8 cm; vereinzelt werden bis etwa 10 cm angegeben. Die Liefergröße von 4 bis 6 cm bezeichnet daher ein noch nicht ausgewachsenes oder gerade erwachsenes Tier. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Comment les animaux marins sont-ils expédiés ?
Nous expédions les poissons marins, crevettes, étoiles de mer, coraux et anémones exclusivement par transporteur agréé pour animaux vivants, en express de nuit. Chaque animal ou corail voyage dans un sachet individuel rempli d’eau de mer et d’oxygène, dans une boîte isotherme en polystyrène – avec un pack chauffant par temps froid.
Les animaux marins sont des articles sur commande avec un délai de livraison de 2 à 5 jours. Veillez à ce que le colis puisse être réceptionné le jour de la livraison afin que les animaux rejoignent rapidement l’aquarium.
Comment acclimater les animaux marins à leur arrivée ?
Commencez par baisser l’éclairage de l’aquarium. Laissez flotter les sachets fermés 15 à 20 minutes à la surface pour égaliser la température. Ajoutez ensuite lentement l’eau de l’aquarium au goutte-à-goutte dans un récipient contenant les animaux jusqu’à ce que la salinité et le pH soient identiques – environ 30 à 45 minutes pour les poissons, nettement plus lentement (60 à 90 minutes) pour les crevettes, étoiles de mer et oursins, très sensibles aux variations de salinité.
Transférez ensuite les animaux sans verser l’eau de transport dans l’aquarium. Évitez autant que possible d’exposer les étoiles de mer, bivalves et éponges à l’air. Gardez un éclairage réduit le premier jour et nourrissez seulement le lendemain.
Que faut-il savoir sur les coraux et les anémones ?
Habituez progressivement les coraux à la lumière : placez-les d’abord un peu plus bas ou à l’ombre, puis à leur emplacement définitif après quelques jours. Gardez une distance avec les coraux voisins, car de nombreuses espèces développent des filaments urticants. Veillez à un brassage adapté à l’espèce.
Les anémones peuvent se déplacer – protégez donc les pompes et les surverses avec une grille. Pour les zoanthes (Zoanthus, Palythoa), portez toujours des gants et une protection oculaire, car ils peuvent contenir de la palytoxine ; ne faites jamais bouillir, ne brossez pas et ne rincez pas les colonies sous pression.
Quels paramètres d’eau pour les animaux marins ?
La plupart des habitants du récif se portent bien dans ces valeurs : salinité 33–35 ‰ (densité d’environ 1,023–1,025 à 25 °C), température 24–26 °C, pH 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, calcium 400–450 mg/l et magnésium 1 250–1 350 mg/l, avec des nitrates et phosphates bas. La stabilité des paramètres est plus importante que des valeurs ponctuelles parfaites.
Vous trouverez les indications propres à chaque espèce dans la description du produit.