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Sechsstreifen-Lippfisch, Pseudocheilinus hexataenia, ca. 2,0-3,0 cm
| Deutscher Name: | Sechsstreifen-Lippfisch |
| Wissenschaftlich: | Pseudocheilinus hexataenia |
| Synonyme: | Sechsstreifenlippfisch, Sechsstreifen-Lippfisch, Sixline Wrasse, Six Line Wrasse, Sixstripe Wrasse, Hexataenia |
| Herkunft: | Indopazifik inklusive Rotem Meer, Korallenriffe in 1 bis 35 m Tiefe |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen: geeignet. Garnelen: ungeeignet. Übrige Wirbellose: bedingt geeignet (jagt kleine Krebstiere, Schnecken und Würmer) |
| Verträglichkeit: | Semi-aggressiv, Einzelhaltung empfohlen; als einer der letzten Fische einsetzen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 32–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab ca. 250 Liter, reichlich Höhlen und Spalten im Riffaufbau |
| Futter: | Kleines Frostfutter (Mysis, Artemia, Cyclops), Flocken, Granulat; mehrmals täglich |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis leicht; robust, aber sehr sauerstoffreiches, sauberes Wasser nötig |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum erkennbar; Männchen zeigen zur Balz intensivere Farben |
| Zucht möglich: | Im Aquarium nicht nachgezogen; Freiwasserlaicher |
| Maximale Größe: | ca. 7–8 cm; Lebenserwartung meist mehrere Jahre (Spanne ca. 4–6 Jahre) |
| Liefergröße: | ca. 2,0-3,0 cm |
Herkunft von Sechsstreifen-Lippfisch (Pseudocheilinus hexataenia)
Der Sechsstreifen-Lippfisch wurde 1857 von Pieter Bleeker zunächst unter dem Namen Cheilinus hexataenia beschrieben, als Typusfundort gilt Ambon in Indonesien. Heute steht er als namensgebende Art in der Gattung Pseudocheilinus innerhalb der Lippfische (Labridae). Sein Verbreitungsgebiet ist riesig: Es reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über den gesamten tropischen Indischen Ozean bis weit in den Pazifik, nördlich bis zu den Ryukyu-Inseln, südlich bis zum Great Barrier Reef, nach Lord Howe Island und zu den Austral-Inseln sowie ostwärts bis nach Französisch-Polynesien. Dort lebt er an geschützten bis exponierten Außenriffen in etwa 1 bis 35 Metern Tiefe und schlängelt sich tagsüber zwischen Korallenästen und Felsspalten hindurch, immer auf der Suche nach kleinen Krebstieren, Würmern und Schnecken. Nachts zieht er sich in eine Höhle zurück und hüllt sich in einen dünnen Schleimkokon, der ihn vermutlich vor nächtlichen Räubern schützt. Die Art gilt nach der IUCN als nicht gefährdet. Im Handel stammen die Tiere in der Regel aus Wildfängen; einen Hinweis auf Nachzucht gibt es bei diesem Artikel nicht. Die angebotene Größe von 2 bis 3 cm entspricht einem noch sehr kleinen Jungtier.
Eignung für das Riffaquarium
Gegenüber Korallen gilt der Sechsstreifen-Lippfisch als geeignet: Stein-, Weich- und Lederkorallen sowie Muscheln lässt er normalerweise in Ruhe. Bei den übrigen Wirbellosen ist Ehrlichkeit gefragt. Er ist ein ausgeprägter Jäger und frisst Strudelwürmer (auch Acropora-Strudelwürmer), Planarien, kleine Borstenwürmer und parasitische Schnecken, die sich an Muscheln wie Tridacna festsetzen. Das ist oft erwünscht, bedeutet aber auch, dass er sich an Ruderfußkrebsen, Flohkrebsen und anderen nützlichen Kleinlebewesen im Becken bedient. Garnelen sind ungeeignet: Zwerg-, Putz- und andere kleine Garnelen werden zur Beute, spätestens wenn der Fisch größer wird. Kleine Einsiedler, Schnecken und andere Wirbellose sind bedingt geeignet und sollten nur mit Bedacht dazugegeben werden. Wer wertvolle Garnelen oder empfindliche Krebstiere pflegt, sollte auf diese Art verzichten.
Vergesellschaftung und Verhalten
Trotz seiner Größe ist der Sechsstreifen-Lippfisch selbstbewusst und teils ausgesprochen zänkisch. Er gilt als semi-aggressiv und kann deutlich größeren Fischen die Stirn bieten, während er schüchterne, kleine oder ähnlich gestaltete Fische, besonders andere Zwerglippfische, bedrängen kann. Er sollte deshalb als eines der letzten Tiere eingesetzt werden, wenn die übrigen Fische bereits ihre Reviere gefunden haben. Am zuverlässigsten gelingt die Haltung als Einzeltier. Paare oder Haremsgruppen sind nur in sehr großen, stark strukturierten Becken denkbar, und selbst dort sind Streitereien möglich; Händler und Halter nennen hierfür teils 350 bis 600 Liter. Andere Pseudocheilinus-Arten sind als Mitbewohner ungeeignet. Gut funktionieren in der Regel robuste, wehrhafte Fische oder größere, friedliche Arten. Eine Giftigkeit ist bei dieser Art nicht bekannt. Ein dicht schließender Deckel ist Pflicht, denn die flinken Tiere springen bei Schreck gern aus dem Becken.
Wasserwerte und Temperatur
Im Riffaquarium fühlt sich die Art bei einer Dichte von 1,023 bis 1,025 (etwa 32 bis 35 ‰ Salzgehalt), einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Karbonathärte von rund 7 bis 10 °dKH wohl. Die Temperatur sollte zwischen 24 und 27 °C liegen; in der Praxis werden auch 22 bis 28 °C genannt. Wichtiger als einzelne Zahlen ist Stabilität: Schwankungen bei Salzgehalt, Temperatur und KH sollten vermieden werden. Außerdem braucht der aktive Fisch sehr sauerstoffreiches, sauberes Wasser mit einer guten Strömung und verlässlicher Abschäumung. Nitrat und Phosphat sollten wie in einem gepflegten Riffbecken niedrig bleiben, Ammonium und Nitrit gehören nicht gemessen, sondern gar nicht erst im Wasser vorhanden sein.
Aquarium und Einrichtung
Obwohl der Sechsstreifen-Lippfisch klein bleibt, ist er ein Dauerschwimmer, der den ganzen Riffaufbau durchstreift. Händlerempfehlungen liegen meist bei ab etwa 250 bis 300 Litern für ein Einzeltier, teils auch bei 350 bis 400 Litern; manche Quellen nennen als untere Grenze deutlich weniger. Wir halten für eine entspannte Haltung ein Becken ab etwa 250 Litern für sinnvoll, mehr ist besser, vor allem wenn weitere Fische einziehen sollen. Wichtig ist ein verwinkelter Aufbau aus Lebendgestein mit vielen Höhlen, Spalten und Durchgängen. Dort sucht er nach Futter und schläft nachts in einem Kokon. Zusätzlich sollte offener Schwimmraum bleiben. Sand ist nicht zwingend nötig, da sich die Art nicht eingräbt. Eine lückenlose Abdeckung verhindert Sprünge aus dem Becken.
Futter und Futterumstellung
Als Fleischfresser nimmt der Sechsstreifen-Lippfisch in der Regel schnell Frostfutter an, etwa Mysis, Artemia, Cyclops, kleine Krillsorten, Muschelfleisch oder Zooplankton. Auch hochwertige Flocken und feines Granulat werden meist gerne akzeptiert, sodass die Umstellung auf Trockenfutter selten Probleme macht. Dennoch sollte man das Tier beim Einzug beobachten, ob es wirklich frisst. Gerade die kleinen 2 bis 3 cm großen Jungtiere haben einen hohen Energiebedarf und sollten mehrmals täglich kleine Portionen erhalten. Zwischen den Mahlzeiten pickt der Fisch am Lebendgestein nach Kleinstlebewesen. Ein abwechslungsreicher Speiseplan, gelegentlich mit vitaminisiertem Futter, hilft, ihn vital zu halten. Lebendfutter ist nicht nötig, kann aber den Appetit anregen.
Eingewöhnung
Die Tiere sollten zunächst in Quarantäne beobachtet werden, bevor sie ins Hauptbecken ziehen. Beim Einsetzen gleicht man Temperatur und Salzgehalt langsam mit der Tropfmethode an, über etwa ein bis zwei Stunden, und setzt den Fisch erst danach um, ohne das Transportwasser ins Becken zu geben. Gedämpftes Licht und Ruhe erleichtern das Ankommen. Gerade die kleinen Tiere verstecken sich anfangs oft, daher sollte der Aufbau schon viele Spalten bieten. Wegen seines Temperaments wird er als einer der letzten Fische vergesellschaftet. Der Deckel muss von Anfang an dicht sein, da gestresste Tiere springen können. Mit dem Füttern kleiner Portionen in den ersten Tagen prüft man, ob der Neuzugang frisst.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich lassen sich die Geschlechter kaum zuverlässig unterscheiden. Wie viele Lippfische ist auch diese Art vermutlich ein protogyner Zwitter, bei dem Weibchen im Laufe des Lebens zu Männchen werden können; in der Literatur werden Haremsgruppen mit einem Männchen und mehreren Weibchen beschrieben. Zur Balz zeigen Männchen intensivere Farben. Da die Geschlechtsbestimmung schwierig ist, kann ein als Paar gekauftes Tiergespann nicht sicher gewährleisten, dass es sich verträgt.
Zucht
Im Aquarium ist die Nachzucht bislang nicht gelungen. Die Art ist ein Freiwasserlaicher: Im Freiland, etwa auf den japanischen Izu-Inseln, steigen Paare kurz vor Sonnenuntergang in einem schnellen Aufstieg zur Oberfläche, um abzulaichen. Dadurch verteilen sich die Eier im offenen Wasser, die Larven treiben im Plankton. Gerade diese Larvenphase ist im Heimaquarium kaum zu bewältigen. Wer die Art pflegt, sollte daher nicht mit Nachwuchs rechnen. Die im Handel erhältlichen Tiere stammen in der Regel aus Wildfängen.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Sechsstreifen-Lippfisch erreicht ausgewachsen meist etwa 7 bis 8 cm, in der Literatur werden vereinzelt auch bis 10 cm genannt; der angebotene Fisch mit 2 bis 3 cm ist noch ein Jungtier. Zur Lebenserwartung gehen die Angaben auseinander: Häufig werden etwa 4 bis 6 Jahre bei guter Pflege genannt, einzelne Quellen sehen eher 2 bis 3 Jahre, andere berichten von Einzeltieren, die in Menschenhand bis zu 10 Jahre alt wurden. Verlässliche Freilanddaten fehlen. Eine vorsichtige Spanne von mehreren Jahren ist daher realistisch; ein stabiles, sauberes Becken, passende Gesellschaft und abwechslungsreiche Fütterung begünstigen ein langes Leben, garantieren es aber nicht.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
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Comment acclimater les animaux marins à leur arrivée ?
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Transférez ensuite les animaux sans verser l’eau de transport dans l’aquarium. Évitez autant que possible d’exposer les étoiles de mer, bivalves et éponges à l’air. Gardez un éclairage réduit le premier jour et nourrissez seulement le lendemain.
Que faut-il savoir sur les coraux et les anémones ?
Habituez progressivement les coraux à la lumière : placez-les d’abord un peu plus bas ou à l’ombre, puis à leur emplacement définitif après quelques jours. Gardez une distance avec les coraux voisins, car de nombreuses espèces développent des filaments urticants. Veillez à un brassage adapté à l’espèce.
Les anémones peuvent se déplacer – protégez donc les pompes et les surverses avec une grille. Pour les zoanthes (Zoanthus, Palythoa), portez toujours des gants et une protection oculaire, car ils peuvent contenir de la palytoxine ; ne faites jamais bouillir, ne brossez pas et ne rincez pas les colonies sous pression.
Quels paramètres d’eau pour les animaux marins ?
La plupart des habitants du récif se portent bien dans ces valeurs : salinité 33–35 ‰ (densité d’environ 1,023–1,025 à 25 °C), température 24–26 °C, pH 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, calcium 400–450 mg/l et magnésium 1 250–1 350 mg/l, avec des nitrates et phosphates bas. La stabilité des paramètres est plus importante que des valeurs ponctuelles parfaites.
Vous trouverez les indications propres à chaque espèce dans la description du produit.